Qualitätsanalyse

Bericht zur ersten Qualitätsanalyse im Jahr 2010

Kann man Schule trauen?
Qualitätsanalyse an der Adolf-Feld-Schule
Ich kann mich noch gut erinnern – bei meiner Tochter und mir ist es nun fast vier Jahre her –
als der rosa Schulranzen auf zwei dünnen Beinchen zum ersten Mal mit dem damals noch
fremden Lehrer im Klassenzimmer verschwand und ein Stück Kindheit ging.
Der erste Schultag – ein Wechselbad der Gefühle zwischen Stolz und der latenten Angst, ob
das alles gut geht. Denn Grundschule funktioniert anders als jeder Kindergarten. Da muss
man plötzlich pünktlich sein, sich – wenn möglich – schon vor dem Schultor verabschieden,
los lassen. Doch das eigene Kind gehen zu lassen, fällt schwer, auch wenn der
Klassenlehrer bei der Einschulung versichert hat: „Ihr Kind schafft das schon, vertrauen Sie
uns.“
Doch kann man als Eltern einer Schule vertrauen, die man nur vom Tag der Anmeldung
kennt? Gerade jetzt nach Pisa und diversen Bildungsreformen ist der Ruf der deutschen
Bildungseinrichtungen nicht der Beste. Klar, uns Eltern bleibt keine andere Wahl – wir
müssen ein stückweit darauf vertrauen, dass unsere Kinder gut aufgehoben sind und die
bestmögliche Ausbildung erhalten. Doch wie sagt man: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist
besser!
Die Adolf-Feld-Schule hat die Schultüren für eine unabhängige Kontrolle geöffnet. Im
Rahmen einer umfassenden Qualitätsanalyse, die das Land NRW durchgeführt hat, wurde
unsere Grundschule im Schuljahr 2009/2010 auf Herz und Nieren geprüft. Mit
Dokumentenanalyse, Schulrundgang und Unterrichtsbeobachtung hat ein ganzes Team aus
Qualitätsprüfern die Schule als Ganzes in den Blick genommen und nicht zuletzt Lehrer.
Schüler und Eltern nach ihrer ganz persönlichen Meinung gefragt. So wurden bestehende
Stärken, aber auch Entwicklungspotenziale u. a. in den Bereichen ‚Lernen und Lehren’,
‚Schulalltag und -kultur’ sowie ‚Führung und Schulmanagement’ aufgedeckt.
Und der Abschlussbericht zeigt: Unsere Schule braucht sich nicht zu verstecken. So wurden
der Adolf-Feld-Schule eine den Kindern zugewandte Lernatmosphäre und eine gestaltete,
multifunktionale Lernumgebung attestiert. Auch die individuelle Förderung aller Kinder, die
Öffnung von Schule durch umfangreiche außerschulische Kooperation sowie das hohe
Engagement der Lehrkräfte und der Schulleitung – um nur einige Aspekte zu nennen –
werden im Bericht als besondere Stärken herausgestellt.
Doch auch Impulse für eine Weiterentwicklung hat die Qualitätsanalyse zu Tage gefördert.
So soll in 2011 die Überarbeitung des Schulprogramms, die Verankerung schulischer
Evaluationsprozesse und die Vermeidung von Lernzeitverlusten angegangen werden.
Diese Themen hat sich unsere Schule nicht einfach nur auf die Fahne geschrieben, sondern
mit der Schulaufsicht als verbindliche Ziele festgehalten. Zudem haben die Qualitätsprüfer
unserer Schule für die Weiterentwicklung der schulischen Qualität sowie für den Ausbau der
bestehenden Stärken ein sehr gutes soziales, fachliches und personelles Potenzial
bescheinigt. Wir können uns also gemeinsam freuen auf das, was da noch kommt.
Sarah Knauber – Schulpflegschaftsvorsitzende